Die Zahl der Fernstudenten steigt

vom 20.12.2016 | Autor: Christopher von Ebbe

Der Trend zum Fernstudium hält weiterhin an. Das zeigt die „Trendstudie Fernstudium 2016“ der Internationalen Hochschule Bad Honnef. Demnach entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, sich auf diesem Wege weiterzubilden.

Die Zahl der Fernstudenten steigt

Trendstudie Fernstudium 2016

Die Internationale Hochschule Bad Honnef (IUBH) zählt selbst zu einer der größten Fernhochschulen Deutschlands mit derzeit 8.200 Fernstudierenden. In ihrer diesjährigen Erhebung wurde wieder deutlich, dass die Zahl der Fernstudenten jährlich weiter im Durchschnitt um sieben Prozent steigt und bundesweit momentan bei ca. 160.000 liegt. Dabei beschäftigen sich über die Hälfte der Studenten mit wirtschaftswissenschaftlichen Fächern wie BWL und VWL. Andere beliebte Themengebieten liegen in der Informationstechnik, den Gesundheitswissenschaften und den Staats- und Rechtswissenschaften.
Das Durchschnittsalter der Befragten, von denen die Mehrheit (85,3 Prozent) bereits langjährige Berufserfahrung vorweisen kann, lag bei ca. 30 Jahren.

Die Motive

Die Motive der Fernstudierenden scheinen über die Jahre hinweg relativ konstant zu bleiben:
Wer mit einem Fernstudium beginnt, erhofft sich in erster Linie einen Karriereboost. Demnach will der Großteil vordergründig die Arbeitschancen verbessern und beruflich aufsteigen.
Erst danach geht es den Befragten darum, sich persönlich weiterzuentwickeln und um die finanzielle Verbesserung. Als Quelle der fachlichen Vertiefung bzw. Veränderung nimmt das Fernstudium eine eher untergeordnete Rolle an. Abschließend bildet der Gedanke daran, mit der Aufnahme des Studiums eine Vorbildfunktion einzunehmen, das schwächste Motiv ab.

Vorteile eines Fernstudiums

Die Gründe für den raschen Anstieg von Einschreibungen bei Fernuniversitäten liegen in den vielseitigen Vorteilen eines Fernstudiums. Diese überzeugen immer mehr Menschen, die sich mit der Frage nach der geeigneten Studienform beschäftigen. Im folgenden stellen wir nur ein paar der Hauptargumente kurz vor:

Flexibilität

Natürlich ist die Flexibilität, sei es räumlich oder zeitlich ein Grundelement des Fernstudiums. Denn diese Freiheit ermöglicht es Menschen, die in alltägliche Pflichten eingebunden sind, ihren Wunsch nach akademischer Weiterbildung zu erfüllen. Dabei handelt es sich aber nicht nur um den typischen Berufstätigen, der nach der Arbeit die Lernmaterialien büffelt. Denn auch oder vielleicht sogar gerade für junge Eltern stellt das Fernstudium eine hervorragende Möglichkeit zur Weiterbildung dar, ohne dass dabei die elterlichen Pflichten zu kurz kommen.

Und auch jüngere Menschen, die zum Beispiel gerade ihre Ausbildung abgeschlossen haben, beschäftigen sich mit dem Thema. Denn sie wollen ihre erlernten Fähigkeiten im Beruf beweisen und selbstverständlich auch ihr erstes richtiges Gehalt beziehen. Gleichzeitig denken viele aber auch schon an ihre berufliche Zukunft und wollen so früh wie möglich weitere Referenzen sammeln.
Und: Jung lernt es sich ja bekannterweise am leichtesten.

Tipp:

Wenn man schon fest in der Berufswelt angekommen ist und sich für ein Fernstudium interessiert, sollte man nicht zögern, sich mit seinem Arbeitgeber darüber auszutauschen. Denn meist liegt die Weiterbildung der Mitarbeiter, die neu Erlerntes direkt in das Unternehmen mit einbringen können, im Interesse des Vorgesetzten. Deshalb bieten Unternehmen ihren Mitarbeitern oft Unterstützung an, wenn es um die Finanzierung oder Planung eines berufsbegleitenden Fernstudiums geht.

Die Arbeitgeberseite

Durch die große Beliebtheit von Fernstudiengängen sind die Absolventen von Fernunis auch in das Licht von vielen Personalern gerückt. Denn neben der Tatsache, dass die Abschlüsse von Fern- und Präsenzstudenten gleichwertig anerkannt sind, bringen die Fernstudenten meist nützliche Praxiserfahrung mit und haben außerdem bewiesen, dass sie belastbar und diszipliniert sind und ein hohes Durchhaltevermögen besitzen.

Die Flucht vor der Masse

Ein weiterer, oft unterschätzter Grund für den Anstieg der Fernstudenten sind Probleme, die wohl jeder Präsenzstudent kennt:

  • überfüllte Hörsäle
  • bürokratische Hürden
  • kaum ausreichende Beratungsmöglichkeiten
  • teilweise lange Anfahrtswege
  • fehlender Kontakt zu Professoren

Da ist es doch besser, zuhause bei einer Tasse Kaffee die Studieninhalte digital zu verfolgen und sich intensiv mit den eigentlichen Lernmaterialien zu befassen, anstatt sich mit zeitintensivem und nervigem Orga-Kram herum zu schlagen. Zudem werden den Studenten von Fernuniversitäten häufig persönliche Ansprechpartner zur Seite gestellt, die auf individuelle Fragen und Anliegen eingehen können.

Eins sollte aber jedem klar sein: Ein Fernstudium ist mindestens genauso anspruchsvoll wie ein Präsenzstudium und erfordert einen hohen Einsatz an Motivation, Durchhaltevermögen und Selbstdisziplin. Es eröffnet einem aber auch neue Möglichkeiten und kann ein Sprungbrett auf der Karriereleiter sein.