Digital Native - Deine Berufschancen in der Onlinewelt

vom 01.06.2016 | Autor: Sina Flicker

Den Digital Natives stehen heutzutage in der Berufswelt viele Türen offen. Neue Berufe wie Social Media Manager, Online Marketing Manager oder aber auch Content Manager überfluten den Arbeitsmarkt. Die Welt ist online unterwegs und so auch die Unternehmen. Arbeitgeber suchen jungen Nachwuchs, der ihnen vom offline Status zum online Status hilft. Für junge Menschen ist die Digitalisierung selbstverständlich, sie sind damit aufgewachsen. Durch diese Selbstverständlichkeit hast du die Chance leichter als Digital Native zu arbeiten oder dich aus -und weiterbilden zulassen. Im Folgenden bieten wir dir eine kleine Einführung in die neuen Online Berufe und zeigen Möglichkeiten, wie du dich weiter bilden kannst.

Digital Native - Deine Berufschancen in der Onlinewelt

Was genau macht überhaupt ein…?

Social Media Manager: Als Social Media Manager arbeitest du oft in der Unternehmenskommunikation und bist für den Firmensauftritt in den sozialen Netzwerke zuständig. Du recherchierst nach passenden Inhalten für die unterschiedlichen Plattformen. Du verfasst und veröffentlichst Beiträge, kommunizierst mit der Community und rufst diverse online Kampagnen ins Leben. Den Erfolg deiner Inhalte und Postings überwachst du mithilfe verschiedener Social Media Tools. Leider geht nichts ohne Zahlen. Als Social Media Manager kann man für Agenturen arbeiten oder sich aber auch selbstständig machen.

Online Marketing Manager: Als Online Marketing Manager bist du für die Online Marketing Aktivitäten eines Unternehmens zuständig. Du bist mitverantwortlich für die Konzeption des Online-Auftritts. Als Haupttätigkeit entwickelst du Online- Marketing-Kampagnen und setzt diese um, vor allem für die Bereiche der Suchmachinenoptimierung (SEO) und des Suchmachinenmarketings (SEA, SEM). E-Mail-Marketing, Newsletter-Versendung und Einbindung von Bannerwerbung gehören ebenfalls dazu. Als Ziel gilt es, die Reichweite von Webseiten zu erhöhen und auch hier bedarf es einer Erfolgskontrolle durch Reportings.

Content Manager: Als Content Manager konzipierst und optimierst du die Inhaltsorganisation von Webseiten. Sei es die Unternehmensseite oder die Portale externer Kunden. In erster Linie geht es darum, qualitativ hochwertige Inhalte zu produzieren und dadurch den eigenen Marktanteil zu steigern, Kunden zu begeistern und zu binden. Es geht darum, dass die User durch deinen Content etwas erleben können oder er sie mit Wissen und Informationen bereichert. Die Reichweite gilt es zu vergrößern und zielgruppengerechte Onlinetexte zu schreiben. Auch als Content Manager musst du im Nachhinein den Erfolg deiner erstellten Inhalte analysieren.

Berufsblogger: Der Berufsblogger ist quasi eine Verknüpfung aller oben genannten Online Berufe. Denn du bist für den Content zuständig, die Verknüpfung des Blogs mit sozialen Netzwerken und dessen Marketing. Unternehmen interessieren sich für den Unternehmensblog, da er sich als authentischer und moderner Pressekanal anbietet. Hier musst du keine Werbetexte schreiben, sondern über interessante Themen berichten, die sich um und im Unternehmen abspielen. Oft kannst du auch die Rolle des Foto-Redakteurs übernehmen. Natürlich muss man auch hier eine Erfolgsmessung durchführen.

Vom Digital Native zum Digitalen Nomaden

Ein Vorteil als Digital Native: Du kannst fast in jedem Bereich arbeiten und genau das macht dich zum Digitalen Nomaden. Langfristig wird jedes Unternehmen eine digitale Präsenz benötigen. Dementsprechend kannst du dir Themengebiete suchen, die zu dir passen und für die du dich interessierst - sei es Autos, Sport, Essen oder soziale und politische Themen. Die Themen müssen nicht deinem Studium ähneln, sondern du musst deinen Arbeitgeber davon überzeugen, dass du dich im jeweiligen Gebiet gut auskennst.

Ein weiterer Vorteil, der leider irgendwann zum Nachteil werden könnte, ist die Tatsache, dass die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt (jetzt noch) groß ist. Die digitalen Berufe sind relativ neu und außer groben Rahmenvorgaben kannst du deine Tätigkeit sogar vielleicht selbst mitgestalten. Kreativität wird in diesen Bereichen großgeschrieben. So kannst du als Social Media Manager auch schnell zum Foto-Redakteur oder Online-Redakteur werden, oder als Online Marketing Manager große Werbeclips mitgestalten und produzieren. Die Grenzen sind nicht fest abgesteckt, alles ist offener und transparenter.

Du willst Verantwortung übernehmen und dich selbst verwirklichen? Wenn du ein paar Jahre als digitaler Nomade unterwegs warst, dann bietet dir diese Branche die besten Möglichkeiten zur Selbstständigkeit. Du brauchst nur einen Laptop, einen Internetzugang und eine E-Mail-Adresse. Im Prinzip kannst du von der ganzen Welt aus arbeiten, ein perfekter Job für potenzielle Auswanderer.

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Auch wenn die digitalen Berufe noch jung sind, gibt es jetzt schon ein relativ breitgefächertes Ausbildungsangebot.

Schnuppern

Möchtest du erst mal herausfinden, ob der Online-Bereich zu dir passt, bietet es sich an, selbst etwas Recherchearbeit zu leisten. Belese dich oder informiere dich im Bekanntenkreis. Die Möglichkeit eines Praktikums hilft natürlich auch bei der Findungsphase zum Traumberuf. Durchforste das Kursangebot der Volkshochschule deiner Stadt. Deren Angebot an Online-Kursen ist sehr groß und in einem bunt zusammengewürfelten Teilnehmerkreis kann man sich immer bestens austauschen. Als Schüler und Student bekommt man Ermäßigungen.

Schnelldurchgang

Bist du dir bereits sicher, dass die Online-Welt dein zu Hause ist, dann bieten sich für dich so genannte „Fast-Track“ Lehrgänge an. Oft werden diese von Fachhochschulen oder der IHK angeboten. Man kann zwischen drei Monaten, acht Wochen oder zwei Wochen andauernden Intensiv-Lehrgängen wählen. Natürlich kannst du die Kurse auch online besuchen und musst lediglich zur Abschlussprüfung in den jeweiligen Instituten erscheinen. Der Vorteil: Es geht schnell, man bekommt ein Zertifikat und auch hier gibt es Ermäßigungen für Schüler und Studenten. Jedoch kosten die Kurse zwischen 1.000 - 2.000 Euro, im Vergleich zu VHS-Kursen eindeutig teurer. Lohnenswert sind sie trotzdem für diejenigen, die im digitalen Bereich arbeiten möchten, denn ein Zertifikat unterstreicht deine Qualifikation.

Fernstudiengang

Fernstudiengänge waren bisher die geläufigsten Anbieter in dem Bereich der Online-Berufe. Ob Social Media Manager oder Blogger, das Angebot ist vielfällig. Oft kannst du dich zwischen 12 bis 24 Monaten Ausbildungszeit entscheiden. Die meisten Studiengänge fordern pro Woche acht bis zehn Stunden Zeitaufwand. Du erhältst Lernhefte mit gestellten Aufgaben und bekommst in den meisten Fällen zusätzliches Unterrichtmaterial, welches dir weiterhilft. Zwei bis drei Mal im Jahr findet ein Treffen mit Dozenten statt, und oft wird eine Zwischenprüfung abgelegt. Preislich liegen sie ebenfalls zwischen 1.000 - 2.000 Euro. Man zahlt eine monatliche Rate und nicht alles auf einmal.

Fachhochschule

Sie sind noch nicht lange im Boot, aber auch die privaten und staatlichen Institutionen rücken nach. Mehr und mehr Fachhochschulen bieten Studiengänge wie zum Beispiel „Onlinekommunikation“ an. Hier hast du die Chance sogar einen Bachelor-Titel zu erlangen. Den Master gibt es noch nicht in diesem Gebiet, aber auch das wird nicht mehr lange dauern. Wenn es sich um keine private Fachhochschule handelt, bezahlt man nur den Semesterbeitrag. Einziger Nachteil: Angebot und Nachfrage sind leider nicht ausgewogen. Pro Studiengang werden in der Regel nur maximal 25-30 Studenten angenommen.

Wie du siehst, boomt die Online Branche, und das wird auch noch eine ganze Weile andauern. Bist du bereits ein Digital Native oder willst einer werden, dann heißen wir dich herzlich willkommen in der Onlinewelt.